Die Vielfalt der Edelmetalle

Gold, Silber, Platin und mehr

 

Traditionell unterteilt man Metalle nach der Dichte in Schwermetalle und Leichtmetalle und in Edelmetalle und unedle Metalle. Ganz allgemein zählen zu den Edelmetallen: Gold, Platin, Palladium, Silber, Kupfer, Ruthenium, Rhodium, Rhenium, Osmium, Iridium.
Zur Schmuckherstellung, also zur Anfertigung unserer Ringe, gehören folgende zu den wichtigsten Edelmetallen, wie wir sie in unserer Werkstatt verarbeiten:

Gold

Gold ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Au (lateinisch aurum). Seine Dichte oder auch spezifisches Gewicht beträgt 19,32 g/cm³ und zählt somit zu den höchsten überhaupt, sein Schmelzpunkt liegt bei 1064,18 °C.
Gold ist eines der beliebtesten Edelmetalle für Schmuck. Das gelb glänzende Metall, oxidiert oder ändert seine Farbe im Laufe der Zeit nicht. Gold wird in verschiedenen Karatstufen verwendet, wobei 24 Karat reines Gold ist (mehr zum Thema Feingehalt und Karat weiter unten). Goldlegierungen mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer oder Zink werden häufig verwendet, um die Härte und Farbe des Goldes anzupassen.

Silber

Das Elementsymbol Ag leitet sich vom lateinischen Wort argentum für „Silber“ ab. Silber ist ein weißglänzendes Edelmetall. Es ist ein weiches, gut verformbares Metall mit der höchsten elektrischen Leitfähigkeit. Die Schmelztemperatur liegt bei 961 °C. Das Edelmetall besitzt eine Dichte von 10,49 g/cm³ und gehört daher wie alle Edelmetalle zu den Schwermetallen.
Es ist ebenfalls ein beliebtes Edelmetall für Schmuck. Silber ist anfälliger für Oxidation als Gold, für Schmuck wird für gewöhnlich Sterlingsilber verwendet, das zu 92,5 % aus reinem Silber und zu 7,5 % aus anderen Metallen wie Kupfer besteht, um seine Haltbarkeit zu verbessern.
Wir verwenden Silber in unserer Ringschmiede in Verbindung mit der Sandgusstechnik, diese lernst du kennen, wenn du einen Silberringkurs bei uns buchst. Mehr zum Thema erfährst du in der Rubrik SILBERRINGE.

Platin

Der Name leitet sich vom spanischen Wort platina, einer Verkleinerungsform von plata „Silber“, ab. Es beansprucht eine noch höhere Dichte als Gold und ist damit eins der schwersten Metalle, mit einem spez. Gewicht von 21,45 g/ cm³, sein Schmelzpunkt liegt bei 1768,3 °C. Es ist eins der seltensten und teuersten Edelmetalle, das in der Schmuckherstellung für seine außergewöhnliche Haltbarkeit und Reinheit geschätzt wird. Es ist ein schmiedbares, dehnbares, grauweißes Edelmetall, das eine bemerkenswerte Korrosionsbeständigkeit besitzt, es ist widerstandsfähig gegen Kratzer und Abnutzung und behält seine natürliche Farbe über lange Zeit bei. Platin wird oft in Legierungen mit anderen Metallen wie Palladium oder Iridium verwendet, um seine Festigkeit zu erhöhen. Wir verwenden 96 % Pt, mit 4 % Kupfer, das sogenannte 960er Platin.

In der Industrie wurde in der Vergangenheit viel Platin verwendet, es war daher eins der teuersten Metalle. Momentan sind all die Materialien, die in der Industrie nicht so viel gebraucht werden, günstiger, es gilt auch hier das Prinzip Angebot und Nachfrage bei der Preisbildung.

Palladium

Palladium ist ein grau- bis silberweiße Edelmetall, mit dem Elementsymbol Pd. Es hat unter den Platinmetallen den niedrigsten Schmelzpunkt von 1554,9 °C und eine Dichte von 11,99 g/cm3. Das seltene Edelmetall bildet zusammen mit Platin, Rhodium, Ruthenium und Osmium die Gruppe der Platinmetalle. Palladium ist neben Platin und Rhodium ein wirtschaftlich wichtiges Platinmetall und wird in großen Mengen für die Produktion von Katalysatoren genutzt. Daneben findet es Anwendung in der Elektronik, der Zahnmedizin, in Brennstoffzellen und vielen weiteren Gebieten, etwa in der Schmuckindustrie, wo es mit Gold zu Weißgold legiert wird.
In der Ringschmiede benutzen wir Palladium, um Gold zu entfärben. Wir verwenden eine 18 % ige Palladiumlegierung, sowie eine 8 und 10 % ige sandfarbige Legierung, genannt Sandgold.