Gold

Von antiker Verehrung bis zum nachhaltigen Schmuckhandwerk

 

Die historische Bedeutung von Gold

Die Verwendung von Gold in der Schmuckherstellung hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Bereits vor mehr als 6.000 Jahren wurde Gold in verschiedenen Kulturen wie den Ägyptern, Mesopotamiern und den Indus-Tal-Zivilisationen als Symbol des Reichtums und der Macht verehrt. Es wurde für Schmuck, rituelle Gegenstände und als Tauschmittel verwendet.
Seit Jahrtausenden haben Menschen Gold wegen seiner Farbe, des Glanzes, seiner Schönheit, Seltenheit und Beständigkeit und auffallenden Schwere sehr geschätzt.
Es ist neben Silber und den Platinmetallen eines der kostbarsten Edelmetalle und wird daher von vielen Kulturen für die Schmuckherstellung, für Dekor als Blattgold oder zur Vergoldung, in der Medizin und Zahntechnik, Elektronik und als Investment verwendet, um nur einige Bereiche zu nennen.

Die zeitlose Eleganz von Gold im Schmuckhandwerk

Die Goldgewinnung ist seit der frühen Kupferzeit nachgewiesen. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderate Schmelztemperatur und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machen Gold als Werkstoff sehr attraktiv.

In der modernen Ära bis heute hat sich die Schmuckindustrie weiterentwickelt, wobei neue Technologien und Herstellungsmethoden eingeführt wurden. Gold bleibt jedoch ein bevorzugtes Material, aufgrund seiner zeitlosen Eleganz, Haltbarkeit und Wertbeständigkeit, so auch in unserer Ringschmiede.

Dunkle Seiten des Glanzes: Die Auswirkungen des Goldabbaus

Jedoch glänzt nicht alles, was Gold ist. Die Gier nach dem edlen Metall war häufig Anlass zu Raubzügen und Kriegen und der Goldabbau ist mit beträchtlichen Umwelt- und Gesundheitsschäden verbunden. Besonders der Goldreichtum der indigenen Völker in Mittel- und Südamerika lockte nach der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 europäische Eroberer (Conquistadores) an, die Gold in Galeonen nach Europa brachten. Spanien wurde so eine Zeit lang zur reichsten Nation Europas; die indigenen Kulturen wurden durch die Eroberer oder durch eingeschleppte Krankheiten zerstört.

Immer wieder lockten Goldfunde große Scharen von Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen von Goldsuchern in die Gebiete großer Goldvorkommen.
Der schwankende Goldpreis führt oft zu bedeutenden sozialen Veränderungen: So führte ein fallender Goldpreis in Südafrika zu einer starken Verarmung des von der Goldförderung lebenden Bevölkerungsteils. Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros (= illegale Goldsucher) oft mit schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen verbunden. Um Gold abzubauen, kommen häufig hochgiftige Chemikalien wie Arsen, Quecksilber und Zyanid zum Einsatz.

Richtung Nachhaltigkeit: Die Rolle des Edelmetall-Recyclings

Aufgrund dieser und weiterer Nachteile, die mit dem Goldabbau zu tun haben, setzten wir in der Ringschmiede auf einen Recyclingkreislauf, den du unter EDELMETALL RECYCLING genauer nachlesen kannst.